Researchprojekt zur Aufenthaltsqualität im Frankfurter ÖPNV
Ziel: Fahrgäste sollen sich wohler fühlen
Wann fühlt man sich an einer U-Bahnstation eigentlich sicher? Wie muss eine Haltestelle aussehen, damit sie von Fahrgästen als wirklich sauber empfunden wird? Das Frankfurter Dezernat für Mobilität möchte herausfinden, was das konkret für die Menschen in Frankfurt bedeutet und Ansätze für wirksame Lösungen finden. Deshalb starten ab Montag, 13. Oktober, die städtische Nahverkehrsgesellschaft traffiQ und die Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main (VGF) dazu ein Researchprojekt.
Verschiedene Methoden im Einsatz
Für die Untersuchungen werden verschiedene, teils innovative Methoden eingesetzt. Den Anfang machen Fahrgastbefragungen in den Stationen. Diese finden von Montag, 13. Oktober, bis Freitag, 17. Oktober an den Stationen Konstablerwache, Hauptwache und Willy-Brandt-Platz statt.
Im gleichen Zeitraum findet auch die Begleitung der Alltagsfahrten statt. Ablaufen werden diese wie eine – selbstverständlich abgesprochene – "Beschattung" von Fahrgästen. Das sogenannte Shadowing ist eine Forschungsmethode, bei der Menschen in einer realen Situation – in diesem Fall also Fahrgäste beim Weg von der eigenen Haustür durch die Stationen, beim Ein- und Ausstieg und bei der Fahrt mit der U-Bahn bis zu ihrem Ziel – beobachtet werden.
Ziel ist es, das natürliche Verhalten der Fahrgäste zu verstehen, konkrete Störfaktoren in der Situation zu erkennen und daraus gegebenenfalls Verbesserungen ableiten zu können. Die Teilnehmer wurden von einem Marktforschungsinstitut ausgewählt und bilden einen Mix verschiedener Nutzungsgruppen.
Das Researchprojekt umfasst auch die Simulation von Szenarien, wie sie im ÖPNV typisch sind. Geplant sind virtuelle Stationsbegehungen. Die Rundgänge finden voraussichtlich Mitte November an der Station Parlamentsplatz statt.
Ergebnisse im ersten Quartal 2026
Die Erkenntnisse aus dem mehrstufigen Researchprojekt werden voraussichtlich im ersten Quartal 2026 vorliegen und sollen dann schrittweise in konkrete Verbesserungsmaßnahmen umgesetzt werden.
Weitere Informationen zum Projekt unter vgf-ffm/mafo-aufenthalt.
